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EİN UNTERIRDISCHE STADT FÜR 30'000 MENSCHEN

İbrahim Taş

EİN UNTERIRDISCHE STADT FÜR 30'000 MENSCHEN

Ein Mann renoviert sein Haus und entdeckt dabei eine uralte Stadt. Einem Bewohner der türkischen Kleinstadt Derinkuyu in Kappadokien ist dies im Jahr 1963 so widerfahren. Er riss eine Wand im Keller ein, als sich ihm plötzlich ein verzweigtes Tunnelsystem eröffnete.

Aber das war noch nicht alles: Bis heute ist das gesamte Ausmaß der mysteriösen Stadt nicht erforscht. Bislang sind elf Stockwerke und unzählige Räume, Gänge und Luftschächte bekannt. Manche vermuten jedoch weitere 22 Stockwerke unter den bisher entdeckten.

Wer die sogenannte unterirdische Stadt „Derinkuyu“- was im Türkischen so viel heißt, wie tiefer Brunnen – erbaut hat, wie groß sie wirklich ist, wann sie erbaut wurde und wozu ist bis heute unbekannt.

Während einige Wissenschaftler den Ursprung der riesigen Metropole im Byzantinischen Reich (ca. 780 - 1180 n. Chr.) vermuten, spekulieren andere, dass sie schon von den Phrygiern um 800 v. Chr. erbaut wurde. Auch Schätzungen, wonach die Stadt noch älter ist, existieren.

Sicher ist nur, dass die Stadt in der Region Kappadokien so alt ist, dass keine schriftlichen Überlieferungen existieren. Von der ersten unterirdischen Ebene sollen insgesamt über 15.000 Schächte nach oben geführt haben. In den unteren Etagen gibt es weniger, aber die Luftzirkulation funktioniert noch heute bis zum achten Stockwerk hinab. Das Belüftungssystem diente mit seinen 90 bis 100 Meter tiefen Schächten gleichzeitig dem Wassertransport.

Die Höhlenarchitektur ist in Kappadokien so verbreitet, dass die UNESCO das Gebiet 1985 sogar zum Weltkulturerbe ernannte. Neben unterirdischen Städten, findet man hier auch Burgen und Kirchen, die kunstvoll in die Felsen gebaut wurden. Ein Besuch des Göreme National Parks lohnt sich auf jeden Fall. Die Felsen in der Region bestehen aus Tuff, einem weichen Stein aus Lava und Schlamm, der sich für solch kunstvolle Bauten ganz besonders gut eignet. Ein außergewöhnliches Fest für die Augen und viele Bauwerke können sogar von Innen besichtigt werden. So auch die unterirdische Stadt Derinkuyu, die bereits kurz nach ihrer Entdeckung 1963 für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Es geht stufenweise hinunter in die unterirdische Stadt. Am Anfang ist es noch ganz gut auszuhalten, aber je tiefer man kommt, desto enger werden die Gänge. Interessanterweise ist der Gang nach unten sehr eng und nur für eine Person passierbar.

Wer klaustrophobische ist oder Schwierigkeiten mit dem Atmen oder dem Herzen hat, der kommt nicht weiter runter. Für kleine Menschen ist es weniger problematisch, wer allerdings größer als 1,80 ist, der muss sich in drei falten.

Wer sich die Pyramiden von Gizeh in Ägypten mal von innen angesehen hat, weiß, was Ihn in den unterirdischen Städten Kappadokiens erwartet.

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