Frankenschock kostet Wirtschaft 13 Milliarden

Der starke Franken hat die Schweiz im ersten Quartal 2016 über 13 Milliarden Franken gekostet. Das Geld fehlt nun bei den Firmen. Diese dürften jetzt bei den Löhnen sparen.

Die Schweiz hinkt in Sachen Wachstum den Nachbarländern hinterher. Das ist eine der Hauptaussagen des «Monitor Schweiz» der Credit Suisse. Grund dafür ist laut den Ökonomen der Schweizer Grossbank die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) im Januar 2015. Das Wachstum sei deshalb weniger als halb so hoch wie zu Zeiten der Untergrenze.

Die Credit Suisse berechnete zudem, wie hoch die Kosten des Frankenschocks für die Schweizer Wirtschaft sind. Gemäss ihrer Simulation wäre die hiesige Wirtschaft unter Annahme eines konstanten Wechselkurses von 1.20 Franken pro Euro im 1. Quartal 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 2,3 Prozent gewachsen. Tatsächlich ist die Schweizer Wirtschaft aber nur um 0,7 Prozent gewachsen. In Franken ausgedrückt heisst das: Der Frankenschock hat 2016 in den ersten drei Monaten über 13 Milliarden Franken an Wirtschaftsleistung (BIP) gekostet.

 

Tiefe Unternehmensgewinne

Das Geld wird laut der Credit Suisse vor allem in den Kassen der Unternehmen fehlen. Diese hätten vor allem die Beschaffung optimiert und die Produktionskosten gesenkt, um gegen die Auswirkungen des starken Frankens vorzugehen. Die von der Aufhebung des Mindestkurses besonders betroffene Exportindustrie hat dabei laut der Credit Suisse eine beachtliche Widerstandskraft an den Tag gelegt. Das zeige sich etwa darin, dass im ersten Quartal 2016 so viele Schweizer Güter wie nie zuvor exportiert wurden. Allerdings seien die Gewinnmargen gesunken.

Es sei zu erwarten, dass die Unternehmen bei den Lohnkosten sparen wollten, um die Gewinne wieder zu steigern. Die Credit Suisse geht aber nicht davon aus, dass es zu einem starken Rückgang der Lohnsumme kommen wird. Denn das wäre nur mit einem starken Stellenabbau zu bewerkstelligen, was nicht zu erwarten sei. Die Credit Suisse verweist dabei auf eine Umfrage von procure.ch, wo 80 Prozent der befragten Unternehmen angaben, ihre Kosten durch Optimierung bei der Beschaffung senken zu wollen. Nur 20 Prozent der Firmen gaben an, das über die Senkung der Löhne zu erreichen.

Tiefe Unternehmensgewinne

Doch nicht nur in der Exportbranche fallen die Gewinne zurzeit mager aus: Gemäss Zahlen des Staatssekretariats für Wirtschaft sind die Unternehmensgewinne, die in der Schweiz erwirtschaftet werden, derzeit so tief wie zuletzt vor zehn Jahren. Vor allem im Rahmen der Finanzkrise von 2008 sind die Gewinne eingebrochen. Mit der Aufhebung des Mindestkurses habe sich der Einbruch bei den Unternehmensgewinnen nochmals verstärkt.

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