Banken im Ausland wollen neue 50er-Noten nicht

Wer bald in die Ferien geht, sollte schon zu Hause Geld wechseln oder 100er-Nötli mitnehmen. Sonst droht im Ausland eine böse Überraschung.

Wechsle ich zu Hause oder erst an der Feriendestination Geld? Diese Frage sollten sich Schweizer Touristen derzeit stellen. Den Grund nennt das Schweizer Online-Reisebüro Webook.ch auf seiner Facebook-Seite: «Kleiner Hinweis für Auslandsreisende: In vielen Ländern kennt man unsere neue 50er-Note noch nicht, weshalb die Banken und Wechselstuben sie nicht wechseln wollen.» Wer noch alte Noten hat, solle lieber diese mitnehmen, so die Empfehlung.

Auf Anfrage  erklärt Webook.ch-Geschäftsführerin Nathalie Sassine, wie sie auf das Problem aufmerksam geworden ist: «Eine Bekannte von mir reiste vor kurzem nach Thailand. Niemand wollte ihr die neue 50er-Note gegen die Lokalwährung Baht wechseln.» Trotz des Besuchs mehrerer Bankfilialen habe die Schweizerin kein Geld tauschen können, so Thailand-Expertin Sassine. Die Schalterangestellten hätten der Schweizer Touristin allesamt beschieden, man habe die neue Note noch nie gesehen und wolle daher kein Risiko eingehen.

Grosse kennen Problem noch nicht

Bei den grösseren Reiseveranstaltern kennt man das Problem der unumtauschbaren 50er-Noten noch nicht. Bianca Schmidt von TUI Suisse sagt, sie habe noch nie von einem solchen Fall gehört. Ähnlich äussert sich Kuoni-Schweiz-Mediensprecher Marcel Schlatter: «Wir gehen nicht davon aus, dass viele Schweizer Touristen von dem Problem betroffen sind.» Eine grössere Zahl entsprechender Rückmeldungen liege Kuoni nicht vor.

Schlatter meint, es brauche wohl noch einige Wochen Zeit, bis die neue 50er-Note bei ausländischen Wechselstuben bekannt sei. «Es ist bestimmt nicht verkehrt, im Moment Franken in unterschiedlicher Stückelung in die Ferien mitzunehmen», so Schlatter. Ausschliesslich mit einem Stapel «Löwenzahn» würde er nicht verreisen. Auf jeden Fall solle man auch eine Bank- und Kreditkarte einstecken, um an Bancomaten die Lokalwährung beziehen oder direkt in den Geschäften bezahlen zu können.

Euro und Dollar in der Schweiz abheben

Schmidt empfiehlt den Touristen ausserdem, Währungen wie Euro oder Dollar bereits in der Schweiz abzuheben: «Mit Dollar lässt sich in vielen mittelamerikanischen Ländern wie zum Beispiel Costa Rica bezahlen, sodass man die lokale Währung Colón kaum noch abzuheben braucht.»

Wer schon vor Reiseantritt sein ganzes Feriengeld wechseln möchte, sollte bedenken: Viele Staaten beschränken die Einfuhr von Bargeld. So muss bei der Einreise in die USA oder in die EU angeben werden, wenn mehr als 10'000 Dollar oder Euro mitgeführt werden. Dabei werden Wertpapiere wie Reiseschecks mit eingerechnet. Wer vergisst, Geld anzugeben, muss teils happige Bussen bezahlen.

Vorsicht bei Wechselstuben

Im Gegensatz zu den USA sollte bei exotischen Destinationen, in denen nicht mit Dollar bezahlt werden kann, Geld erst vor Ort gewechselt werden, denn Schweizer Banken bieten meist einen schlechten Wechselkurs an. Im Extremfall betragen die Differenzen bis zu 50 Prozent. Aus demselben Grund sollte versucht werden, das Geld komplett im Ausland auszugeben. Ein Rückwechsel nach der Heimkehr in die Schweiz lohnt sich selten.

In gewissen Ländern Afrikas oder auf Kuba sind ausserdem Wechselstuben eine verbreitete Alternative zu Banken. Geldautomaten gibt es nur wenige. Touristen sollten bei Wechselstuben aber vorsichtig sein, da diese oft Falschgeld ausgeben.

Quelle: 20 Minuten

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